Rat der Diebe

Ein geheimer Rat der einflussreichsten und größten Diebesbanden von Verga. Sie sehen sich selbst als Gilde, welche die vielen verschiedenen Interessen des Untergrunds moderiert und kontrolliert. Unabhängig von ihrem aufgeblasenen Selbstbild, ist der Rat der Diebe eine der wichtigsten Institutionen von Verga. Er bietet den Banden eine Möglichkeit ihre Konflikte auf friedliche Weise zu lösen, ihre Profite zu sichern und Territorien zu schützen. Ohne ihn wären gewalttätige Auseinandersetzungen garantiert und sogar Straßenkämpfe wie in Berugsheim nicht ausgeschlossen. Der stabilisierende Einfluss des Rats ist sogar soweit anerkannt, dass die Greifenwache mehrmals darauf verzichtet hat, ihn zu zerschlagen oder wichtige Mitglieder gefangen zunehmen, nur um seine Funktionalität nicht einzuschränken.
Auch wenn der Rat offiziell nicht anerkannt wird und als Feind der öffentlichen Ordnung gilt, so ist er doch ein genauso fester Bestandteil des Machtgefüges von Verga wie der Stadtrad, die Gilden oder die Wache.

  • Die (falsche) schwarze Hand: Die ehemaligen Anführer des Rats der Diebe. Eine mitleidlose Bande, die ihr Geld durch Erpressung, Entführung und Ermordung verdiente. Sie waren selbst unter den anderen Ratsmitgliedern gefürchtet. Ihre Gier ging soweit, dass sie mit Ubris zusammenarbeiteten und den jungen Prinz entführten. Hierdurch brachten sie jedoch den Zorn der Helden über sich, was ihren Untergang garantierte.
    Die Helden vernichteten ihre Führungsspitze, woraufhin die anderen Banden sich zusammentaten, um die Reste der schwarzen Hand zu beseitigen.
    Ihren Namen hatte die Gruppe von einer urbanen Legende über eine geheimnisvolle und unaufhaltsame Assassinengilde, die angeblich in Berug ihr Unwesen treiben soll.
  • Silberwürfel: Die Silberwüfel sind eine scheinbar fröhliche und harmlose Bande. Sie kontrollieren das Glücksspiel, sowie eine Reihe an Kneipen, Bordellen und Kabaretts in der Stadt. Ihre Mitglieder geben sich gerne als spaßige Glücksritter, doch hinter dieser freundlichen Fassade verbergen sich gefühllose Halsabschneider. Ihnen werden Kontakte zu den Patriziern nachgesagt.
  • Dunkelschiffer: Die Dunkelschiffer sind auf Schmuggel spezialisiert. Sie haben große Teile beider Häfen unter ihrer Kontrolle und kennen eine Vielzahl von geheimen Tunneln, die illegale Ware von einem Ende Vergas zum anderen bringen können.
    Was immer ein Mann sich nur erträumen mag, die Dunkelschiffer haben es bereits in ihren Lagern und sind gewillt sich davon zu trennen. Für den richtigen Preis, versteht sich. Ihnen werden Kontakte zu den Goldschiffern nachgesagt.
  • Knochenbeutel: Die Knochenbeutel sind eine Diebesbande im eigentlichen Sinne. Sie kontrollieren Taschendiebstahl und Raub in der Stadt. Wenn ein junger Schurke auch nur eine Kupfermünze klaut, sollte er ihnen besser einen Anteil zahlen oder man findet ihn bald mit dem Kopf nach unten im See Fend schwimmen.
    Die Knochenbeutel verstehen sich außerdem noch auf Hehlerei und Geldwäsche, weshalb sie eng mit den Dunkelschiffern und Silberwürfeln zusammenarbeiten.
    Ihr ungewöhnlicher Namen rührt daher, dass die Bande als Grabräuber angefangen hat, die Leichen an die Forscher der Akademie verkauften. Eine Aktivität die sie offiziell aufgegeben haben, aber gegensätzliche Gerüchte halten sich hartnäckig.
  • Kaltschmiede: Die Kaltschmiede sind die offen brutalste Gang der Stadt. Sie stammen aus dem Slum und hier ist ihr Einfluss auch am größten. Ursprünglich eine Bürgerwehr, die die Slumbewohner schützen sollte, begannen die Kaltschmiede schnell mit Schutzgelderpressung, gefolgt von Drogenhandel und Prostitution.
    Sie sind die jungen Wilden im Rat der Diebe, unzufrieden mit dem, was ihnen die älteren Banden genehmigen. Die Kaltschmiede wollen ein größeres Stück vom Kuchen und sie sind gewillt alles zu tun, um es zu bekommen, auch wenn das heißt den Rat zu verlassen und ihm den Krieg zu erklären. Ihnen werden Kontakte zur Kirche des Bahamut nachgesagt.
  • Lumpenkönige: Die Lumpenkönige sind die Bettlergilde der Stadt. Sie sind die älteste und doch am wenigsten respektierte Bande von Verga. Ihren Platz im Rat haben sie nur der Tradition zu verdanken und eigentlich will niemand etwas mit ihnen zu tun haben. Eine Tatsache die den Lumpenkönigen nur zusagt, denn es erlaubt ihnen fast völlig frei von der Überwachung der anderen Banden zu agieren. Neben Bettelei verdienen sie ihr Geld daher auch mit Informationen, Erpressung und Drogen.
    Die Lumpenkönige werden meist als die schwächste Bande angesehen. Hierbei wird aber vergessen, dass praktisch jeder Bettler in Verga zu ihnen gehört oder unter ihrem Schutz steht. Und Verga hat viele Bettler.
  • Tunnelratten: Die Tunnelratten sind keine Diebe im eigentlichen Sinne, sie sind Schatzgräber und Grabräuber. Sie haben sich darauf spezialisiert die Unterstadt nach Wertgegenständen, insbesondere Antiquitäten und Artefakten zu durchsuchen, die sie dann an den Höchstbietenden verkaufen.
    Sie sind die kleinste Bande, ihre Mitglieder sind aber auch die vielfältigsten und kampferprobtesten unter allen Schurken von Verga. Nur wer einmal in die Tiefen der Unterstadt hinabgestiegen ist, sich ihren Gefahren gestellt und lebend, mit Schätzen in der Hand, zurückgekehrt ist, hat das Recht sich als Tunnelratte zu bezeichnen.
    Sie unterhalten eine rege Rivalität, wenn nicht sogar eine echte Feindschaft mit den Zwergenwerken.

Rat der Diebe

Graf von Monte Pelor andsch3