Berugsheim

Hauptstadt von Berug, Sitz des Königspalastes und des Parlaments. Die Stadt liegt an der Berugbucht des Sees Yath und obwohl sie nicht besonders groß ist, ist sie unfassbar reich. Viele wohlhabende Händler und Adlige haben hier ihren Zweitwohnsitz, was talentierte Handwerker und Magier anzieht, die ihnen ihre Dienste anbieten wollen. Der wohl beeindruckendste Anblick der Stadt ist der königliche Wächter. Ein 25m hoher Steingolem, welcher vor dem Königspalast steht und dessen Beine den Eingang zum Vorhof des Palastes bilden.

Geschichte

Berugsheim war nicht immer die Hauptstadt des Landes. Ursprünglich handelte es sich um eine wohlhabende, aber insgesamt bedeutungslose Hafenstadt, deren einziger Anspruch auf Ruhm war, dass hier die Ruine von König Alfreds Turm stand.
Hier soll Alfred der Große die zerstrittenen Stämme des Südens geeint und in die Schlacht gegen die Riesenbesatzer des Nordens geführt haben. Die Legende besagt, dass während dieser Schlacht Drachen aus Feuer von den Himmeln herabgestiegen, um an Alfreds Seite zu kämpfen. Die Stämme des Südens sollen dies als Zeichen Bahamuts selbst gesehen haben und ihn noch an Ort und Stelle zum König von ganz Berug ausgerufen haben. Dies machte Berugsheim zum Anziehungspunkt für Pilger und Gelehrte, doch das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes war schon unter Alfred selbst Verga.
Erst vor etwa 300 Jahren, nach dem Krieg der Drachen, dem großen Erbfolgekrieg zwischen den Adelshäusern Berugs, verlegten die Sieger dieses Konflikts, das Haus des Bronzedrachens, die Hauptstadt nach Berugsheim. Zum Einen, um ein neues Zentrum des Landes zu schaffen und die blutigen Kämpfe um den Thron in Verga zu vergessen, zum Anderen weil die Masse ihrer Ländereien hier lagen.
Seid dem ist Berugsheim stetig gewachsen und wenn es auch noch nicht ganz in der Lage ist, Verga den Rang als größte und wohlhabendste Stadt des Landes abzuringen, so kann niemand mehr behaupten, dass ein Berug ohne Berugsheim überhaupt noch vorstellbar wäre.

Stadteile

Berugsheim

  • Alte Hafen: Der erste Hafen Berugsheims, noch aus der Zeit vorm Krieg der Drachen. Während in den ersten Jahrzehnten als Hauptstadt das Geschäft in diesem Viertel boomte, geht es seit der Gründung des Neuen Hafens nur noch bergab. Die Kontore und Reedereien sind in den Westen der Stadt umgezogen und ehrliche Arbeit ist knapp geworden. Viele Häuser stehen leer oder sind so zerfallen, dass eigentlich niemand mehr darin leben dürfte. Sinnbildlich für das ganze Viertel steht der Alte Leuchtturm. Erbaut nach dem Erbfolgekrieg, sollte sein Licht „in ein neues Zeitalter für Berug“ weisen. Vor ca. 100 Jahren wurde er jedoch stillgelegt, da ein neuer, besserer Leuchtrum auf einer künstlichen Insel in der Berugsbucht seine Aufgabe übernahm. Mittlerweile ist er zu einer riesigen, zerfallenen Ruine geworden, die nur noch von Verbrechen und den Geistern der Vergangenheit bewohnt wird.
  • Altstadt: Das urpsrüngliche Wohngebiet, bevor Berugsheim zur Hauptstadt wurde. Hier lebt der alte Adel Tür an Tür mit mindestens genau so altem Bürgertum und beide sind darauf bedacht, das Viertel in gutem Zustand zu halten. Schließlich will niemand den Weg des Alten Hafens gehen. Die Bewohner der Altstadt haben ein ausgeprägtes Standesbewusstsein und legen großen Wert auf ihre Geschichte. Es besteht eine verbissene Rivalität mit der Oststadt, die jedoch oft genug in Feindschaft ausartet und Straßenkämpfe zwischen den Jugendlichen beider Viertel sind nicht unbekannt. Das wohl bekannteste Gebäude des Viertels ist König Alfreds Turm, der sich aus unerfindlichen Gründen immer in einem markanten Zustand des Verfalls befindet, egal wie häufig man ihn renoviert. Es heißt das der Turm erst dann wieder voll aufgebaut werden kann, wenn Alfred selbst zurückkehrt, um sein Land in ein neues goldenes Zeitalter zu führen und das solange der Turm steht, auch Berug bestehen wird.
  • Handwerkerviertel: Ursprünglich als Teil des neuen Hafens gedacht, sollten sich hier neue Handwerker und Händler ansiedeln, in der Hoffnung frischen Wind in das angestaubte Gildenwesen der Stadt zu bringen. Stattdessen kauften die alten Gilden jedoch das gesamte Land auf, getrieben von der Angst man könnte ihnen den Rang ablaufen. Sie verkauften die Grundstücke spottbillig an ihre Mitglieder weiter, die fast ausnahmslos den Alten Hafen verließen und das Handwerkerviertel im Westen der Stadt begründeten. Hier herrschen die Gilden absolut und unterhalten sogar private Wachtrupps, die für Sicherheit auf den Straßen und Einheit in den Gildehallen sorgen. Viele Handwerker nutzen außerdem ihre Kontakte zum Alten Hafen aus, um Anschläge auf ihre Konkurrenten im Neuen Hafen und der Weststadt zu organisieren und den Nachteil ihrer Teils archaischen Produktionsmethoden auszugleichen.
  • Neuer Hafen: Vor rund 150 Jahren erbaut, um dem immer stärker wachsenden Schiffsverkehr Herr zu werden und den völlig überforderten alten Hafen zu entlasten. Der Neue Hafen veränderte das Stadtbild permanent und zog Handel und Handwerk vom Osten in den Westen der Stadt. Der Hafen ist gut durchorganisiert und stringent logisch aufgebaut, wobei ein solider Mittelweg zwischen Effizienz und Offenheit gefunden wurde. Hier ist die Stadt noch jung, mit freien Handwerkern, risikobereiten Händlern und den besten Kneipen und Gasthäusern. Auch eine kleine Gemeinde an Halblingen hat sich hier niedergelassen, die ihr Geld vor allem als Bänker und Gourmetköche verdienen.
  • Oststadt: Einst Teil des Alten Hafen und der Altstadt. Die Oststadt bildete sich als eigenes Viertel nach der Ernennung zur Hauptstadt heraus. Immer mehr wohlhabende Händler zogen in die Stadt, kauften Häuser in den beiden alten Vierteln und ließen diese entweder runderneuern oder gleich abreisen und durch Neue ersetzten. Die Oststadt ist heute Heimat der zugezogenen Ober- und Mittelschicht. Ein sauberes, ordentliches Viertel, dessen Einwohner wenig Wert auf Geschichte, aber viel auf Fleiß und harte Arbeit legen. Hier stehen auch die meisten Kirchen, denn ein guter Beruger kann in den Augen der hier lebenden Bürger nur sein, wer auch regelmäßig die Messen des Bahamut besucht. Viele Parlamentsabgeordnete haben hier ihre Zweitwohnung. In der Oststadt hat sich auch eine kleine Gemeinde Sonnenelfen angesiedelt, die die meisten der magischen Gegenstände herstellen, die in der Stadt verkauft werden.
  • Palastviertel: Das prunkvollste und reichste Viertel der Stadt. Hier lebt der neue Adel und Barone, Grafen und Herzöge haben so nah am Palast wie möglich ihre Residenzen erbaut. Das Übertrumpfen ist zu einer feinen Kunst entwickelt worden, in der ihrigen Hoffnung aus der Masse hervorzustechen und die Aufmerksamkeit des Königs auf sich zu ziehen. Über alles hinweg ragt das größte Gebäude der Stadt, der königliche Palast, bewacht von „Long John“, dem 25 Meter hohem Steingolem der königlichen Familie. Das Viertel ist von drei Seiten mit einer Mauer umgeben und kann nur von der Oststadt oder dem Universitätsgelände betreten werden und auch dann nur unter den wachsamen Augen der Stadtwache und der königlichen Ritter. Hier liegt auch der Ehrenfriedhof Berugs, wo seid 300 Jahren die königliche Familie Seite an Seite mit den größten Helden des Landes ruht.
  • Parlamentshügel: An der äußersten Spitze Berugsheim steht die neue Halle des Parlaments. Zusammen mit dem Palast und der Universität ist es das größte und prunkvollste Gebäude der Stadt. Durch eine hohe Mauer abgeschottet vom Rest der Stadt und auf einem künstlichen Hügel errichtet, ist es umgeben von einer wundervollen Gartenlandschaft, mit eigenem See und mehren Pavillons, in denen sich die Abgeordneten zwischen den langen Verhandlungen treffen und erholen können.
  • Königliche Universität: Zusammen mit dem neuen Hafen wurde in Berugsheim auch eine neue Universität errichtet, welche das kulturelle und wissenschaftliche Zentrum der Stadt von der Akademie in Verga wegbewegen sollte. Das Ergebnis kann höchstens als mittelmäßiger Erfolg gewertet werden. Die königliche Universität ist zwar größer und besser ausgestattet als die Akademie von Verga, jedoch fehlt Berugsheim die Vielfalt und Unabhängigkeit der Metropole, welche die hellsten Köpfe der fünf Seen anzieht.
  • Weststadt: Der jüngste Stadtteil, gegründet innerhalb der letzten 100 Jahre. Er sollte die Unabhängigkeit von den Gilden erreichen, an der der Neue Hafen gescheitert war. Hier haben sich vor allem Reedereien und die neuartigen Manufakturen niedergelassen. Die Weststadt ist der größte Konkurrent des Handwerkerviertels, eine Feindschaft die nicht nur mit legalen Mitteln ausgetragen wird. So ist es ein offenes Geheimnis, das die Gilden Brandanschläge auf und Saboteure in den Manufakturen finanzieren. Dies hat für ein Klima des Misstrauens zwischen den Besitzern der Manufakturen und ihren Mitarbeitern geführt, ein Klima das immer drakonischer werdende Arbeitsbedingungen zur Folge hat.

Berugsheim

Graf von Monte Pelor andsch3